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Orang-Utan

der faszinierende Waldmensch ist vom Aussterben bedroht

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Orang-Utans gehören zu den 5 (?) Menschenaffenarten und damit in die nächste Verwandschaft des Menschen. Sie sind nicht unsere Vorfahren, sondern mehr als Cousins und Cousinen zu sehen: Es gibt gemeinsame Vorfahren. Das Erbgut von Mensch und Orang ist fast identisch.

Der Name kommt aus dem Malayischen und bedeutet einfach nur Waldmensch. Orangs sind sehr ruhige Vertreter - Vegetarier, die niemandem etwas zuleide tun. Orang-Utans sind die größten baumlebenden Primaten und verbringen die meiste Zeit ihres Lebens mit Nahrungsaufnahme und Ruhen. Täglich wandern sie 1 bis 2 km durch den Regenwald und bauen sich abends Schlafnester aus Zweigen und Ästen.

Portrait eines Alten Orang-Utans

Die Regenwälder Borneos und Sumatras gehören zu den letzten Rückzugsgebieten der grossen Tiere. Die unterschiedliche Entwicklung der Art auf den beiden verschiedenen Inseln hat im Laufe der Jahrtausende zu deutlichen Unterschieden in Ausehen und Verhalten geführt; die Wissenschaft hat die beiden Bestände deshalb lange Zeit als zwei Unterarten einer Art eingestuft.

Seit wenigen Jahren hat sich bei den Wissenschaftlern die Meinung durchgesetzt, dass es sich bei den Populationen auf Sumatra und Borneo um zwei verschiedene Arten handelt. Diese z.Zt. herrschende Auffassung wird allerdings von vielen Wissenschaftlern angegriffen und zwar besonders, seitdem die Primatologen mittlerweile wiederum den Borneo-Orang (Pongo pygmaeus) in drei verschiedene Unterarten aufspalten wollen.

Für die Orangs spielt das keine Rolle und auch für den Schutz der kleinen Restbestände nur eine geringe: Alle Orangs sind stark bedroht. Die Gründe dafür liegen in erster Linie in der Zerstörung ihres Lebensraumes - in neuester Zeit erheblich beschleunigt durch den Biosprit-Unsinn. Um am Palm-Öl-Geschäft zu profitieren, werden die letzten Regenwälder abgeholzt und abgebrannt, um auf den Flächen dann Monokulturen anzulegen.

Aber auch der Handel mit Tropenholz für die Möbelherstellung ist ein Grund für die Vernichtung der Regenwälder und dieser Handel nimmt keineswegs ab.

Leider spielt auch die Bejagung und der Handel mit lebenden Tieren eine grosse Rolle: Weder das Washingtoner Artenschutzabkommen (Rote Liste, CITES) noch die sowieso unzureichenden nationalen Gesetze können den Schmuggel insbesondere mit den Jungtieren verhindern.

Wie kann man den Orang-Utans helfen?

Die Zerstörung des Lebensraumes können wir durchaus beeinflussen, indem wir keine Tropenhölzer kaufen und wenn, dann nur aus nachhaltiger Forstwirtschaft und indem wir den Biodiesel-Unsinn nicht mitmachen. Das Schlimme ist dabei, dass der Biodiesel-Unsinn ganz wesentlich von Umweltschützern propagiert worden ist als eine Massnahme gegen den Klima-Wandel. Eine fatale Zwickmühle, bei der natürlich wirtschaftliche Interessen eine grosse Rolle spielen.

Orang-Utan-Baby

Orang-Utans pflanzen sich nur langsam fort. Ein Orang-Utan-Weibchen bekommt im Laufe seines Lebens durchschnittlich nur drei Junge. Diese niedrige Geburtenrate macht eine Orang-Utan-Population extrem anfällig für Störungen.

Überhaupt haben die Tiere einen langen und langsamen Lebenszyklus. Die Lebenserwartung eines wilden Orang-Utans beträgt 35 bis 40 Jahre. Erst mit 6 bis 9 Jahren wird ein Jungtier unabhängig von seiner Mutter und mit 14 Jahren ist es geschlechtsreif.

In freier Natur leben heute noch etwa 7.300 Sumatra-Orangs. Von der Borneo-Art könnte es sogar noch mehr als 40.000 Tiere geben. Der Verfasser hält diese Zahlen für sehr optimistisch; es können auch erheblich weniger sein, da sich die Lebensraum-Situation für die Tiere in den letzten Jahren vor allem durch den Agrarsprit-Unsinn dramatisch verschlechtert.

Interessant ist der Versuch, im Bukit Tigapuluh National Park im Osten Sumatras eine Auswilderungsstation für Orang-Utans einzurichten, in der mittlerweile mehr als 70 Tiere leben.

Zoo-Haltung von Orang-Utans:

Orang-Utans sind so sehr bedroht, dass sie vielleicht als erste Menschenaffenart aussterben werden. Die zoologischen Gärten können (!) einen wichtigen Beitrag leisten zu ihrer Rettung - es ist eine kleine Wiedergutmachung an dem Tierverbrauch, der von den Zoos bis in die jüngste Vergangenheit praktiziert wurde:

Alter Orang-Utan-Mann im Zoo

Im Rahmen von Artenschutzprogrammen beteiligen sich viele Zoos mittlerweile an der Erhaltungszucht gefährdeter Tierarten. Auf der ganzen Welt waren daran (Stand 2010) insgesamt 935 Orang-Utans in 212 Tierhaltungen beteiligt.

Das Europäische Erhaltungszucht-Programm (EEP) für Orang Utans wird vom Zoo Karlsruhe koordiniert. In dieses Programm sind 155 Sumatra-Orangs integriert, die in 29 europäischen Zoos gehalten werden und 161 Borneo-Orangs in 35 Zoos (Stand Anfang 2011).

In Deutschland beteiligen sich folgende Zoos an der Erhaltungszucht des Sumatra-Orang-Utans: Berlin (West), Dortmund, Dresden, Duisburg, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Leipzig, München, Neunkirchen, Osnabrück und Stuttgart.

Am Programm für die Art von Borneo beteiligen sich Berlin (West), Duisburg, Köln, Krefeld, Münster und Rostock. In Rostock war allerdings die Haltung sehr schlecht, das hat sich seit Herbst 2012 mit der Einweihung der neuen Affenanlage ("Darwineum") radikal geändert: Orang-Utans und Gorillas stehen jetzt drinnen und draussen grosszügige anlagen zur Verfügung.

Recht interessante Anlagen gibt es in Leipzig, Hamburg und Münster.

Evtl. in anderen Tierhaltungen in Deutschland lebende Orangs sind nicht ins EEP integriert, sondern aus irgendwelchen Gründen von der Zucht ausgeschlossen.

Ziel der Erhaltungszucht-Programme ist die Sicherstellung eines Gen-Pools für die (düstere) Zukunft, die Verhinderung der Entnahme von Wildtieren aus der freien Natur und die Auswilderung der Nachzuchten in geeigneten Biotopen.

Wir werden diesen Beitrag über Gefährdung und Schutz der Orang-Utans ergänzen. Sollten Sie hier aber nicht fündig werden, wird Ihnen wahrscheinlich dieses "Google"-Suchfeld helfen:

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