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Die Insel Borneo Borneo ist mehr als zweimal so groß wie
Deutschland und (nach Grönland und Neuguinea)
die drittgrößte Insel der Welt. Der grösste Teil der Insel
gehört zu Indonesien
(Kalimantan), aber auch Malaysia und Brunei haben
Anteile (im Norden).
Trotz ihrer
Grösse leben nur etwa 16 Millionen Menschen auf der riesigen
Insel. Es gibt nur wenig Bodenschätze (Kohle und Erdöl)
und die Bevölkerung lebt überwiegend von der Landwirtschaft.
Der Biosprit-Boom der Industrienationen hat allerdings zu einer
fatalen Neuorientierung geführt: Die herrlichen ursprünglichen
Regenwälder
Borneos werden zugunsten des Biosprit-Unsinns abgeholzt und in
riesige Palmöl-Monokulturen verwandelt.
Borneos Regenwälder
sind die ursprünglichsten und gehören zu den artenreichsten Wäldern
unseres Planeten. Im Vergleich mit den Regenwäldern Afrikas oder
des Amazonasbeckens konnten sie sich über weitaus längere Zeiträume
ungestört entwickeln, da sie während der Eiszeiten nicht so stark
von Trockenperioden beeinflusst wurden. Ein weiterer Grund für
den unglaublichen Reichtum an Lebensformen ist zum Beispiel das
gleichmäßige äquatoriale Klima – mit Wasser und Sonnenschein im
Überfluss. Lesen Sie hier
mehr über Regenwälder.
Borneo
ist eines der letzten grossen Regenwaldgebiete der Welt, aber
die Lage ist bedrohlich:
In
der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts waren noch 95 Prozent der
Landfläche Borneos mit Wäldern bedeckt. Innerhalb von nur zwei
Generationen hat sich dieses Bild gewandelt und der stetige Verlust
von Wäldern erreichte in den letzten zwanzig Jahren nie zuvor
erreichte Ausmaße. Seit 1985 verlor Borneo pro Jahr im Schnitt
860.000 Hektar Wald. Heute sind nur noch knapp über 50 Prozent
der Insel von Wald bedeckt.
Es
waren zunächst die Holzkonzerne, die den Regenwald
ausgebeutet haben: Tropenholz ist gefragt. Es setzt sich
zwar langsam die Erkenntnis durch, dass die Verwendung von Tropenhölzern
für den Möbelbau ökologisch nicht vertretbar ist,
aber noch gibt es genügend Abnehmer.
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